So wird der Sport zur Gewohnheit

Du willst endlich in eine Sportroutine finden bei der du auch langfristig bleiben kannst? Dann stell dir selbst diese 11 Fragen.

Bewegung ist so wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden und jeder weiß das – trotzdem fällt es vielen Leuten schwer, langfristig an einer Sportroutine dran zu bleiben.

Dafür gibt es viele Erklärungen, eine davon ist, dass eine Sportart aus den falschen Gründen ausgewählt wird. Zum Beispiel weil sie eine Freundin empfiehlt, genau auf die Körperregion abzielt, die man ändern will oder weil sie gerade einfach in ist. Natürlich ist es hilfreich auch diese Faktoren bei einer Entscheidung mit einzubeziehen, aber am Ende wirst du viel eher dran bleiben, wenn die Art der Bewegung zu dir und deinem Lebensstil passt. Wenn du eine Nachteule bist und dir plötzlich vornimmst ab sofort um 5:00 früh Laufen zu gehen, wird das langfristig nicht klappen. Ebensowenig wirst du beim Pole Dance bleiben, wenn du dich dabei eigentlich gar nicht wohl in deiner Haut fühlst.

Beantworte für dich die folgenden Fragen und plane am Ende, wie der Sport am besten zu dir und deinem Alltag passt.

(Mach diese Übung am besten schriftlich, da sie dann mehr Kraft und Wirkung für dich haben wird. Hol dir hier das Worksheet zum Gratis Download!)

  1. Bist du eher ein Morgen- oder ein Nachtmensch?
  2. Würdest du gerne mehr Zeit in der Natur verbringen?
  3. Würdest du gerne mehr Zeit alleine verbringen, oder mehr Zeit mit Freunden (oder damit, neue Leute kennenzulernen)?
  4. Motiviert dich Konkurrenz?
  5. Magst du laute Musik?
  6. Performst du grundsätzlich besser, wenn du in irgendeiner Form Rechenschaft ablegen musst, oder nervt dich das nur?
  7. Möchtest du dich beim Sport selber herausfordern (zum Beispiel durch das Lernen einer neuen Fähigkeit oder dich über deine Grenzen hinaus zu pushen) oder eher nicht?
  8. Magst du Sport und Spiele?
  9. Hättest du gerne mehr Zeit zu meditieren, oder mehr Zeit um Fernzusehen, zu lesen etc.?
  10. Hast du viel Kontrolle über deine Zeit? (Oder sind deine Kinder noch ganz klein, und du hast fast gar keine?)
  11. Bist du sensibel, was das Wetter angeht?

Deine Antworten sollten dir als Rahmen für deine Sportroutine dienen. Trainierst du gerne mit einem Trainer? Oder mit anderen gemeinsam in einer Stunde? Bist du lieber drinnen oder draußen? etc.

Ein Beispiel: du bist ein Morgenmensch und brauchst mehr Zeit alleine mit dir und deinen Gedanken, hast aber wenig Kontrolle über deine Zeiteinteilung und du magst es nicht, jemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Vielleicht kannst du versuchen, in der Früh, bevor alle aufstehen und zur Arbeit, Schule oder in den Kindergarten müssen, eine Runde im Park zu laufen (oder zu walken).

Bist du eher ein Nachtmensch, liebst laute Musik und lernst gerne neue Leute kennen, und wirst außerdem gern von außen motiviert – dann könntest du darüber nachdenken eine tanz-basierte Gruppenstunde nach der Arbeit mitzumachen. (So etwas wie Zumba passt da gut hinein.)

Lass das Perfekte nicht der Feind des Guten sein

Ich hab schon oft gehört: „Was, zwanzig Minuten spazieren gehen in der Mittagspause? Das ist doch kein Sport, ich muss endlich abnehmen und fitter werden.“ Ein klassischer Fall davon, wenn das Perfekte zum Feind des Guten wird. Der zwanzig Minuten Spaziergang den du machst, ist so viel besser für dich, als der 5-km Lauf, den du nie machst. Den größten Gesundheitsschub bekommst du ohnehin wenn du von keiner Bewegung, zu ein bisschen Bewegung wechselst.

Manchmal macht auch eine kleine Änderung in einer bestehenden Sportroutine den Unterschied, ob du dran bleibst oder aufhörst. Ich hab mir zum Beispiel meistens meine längeren Läufe fürs Wochenende aufgehoben. Ich mag Laufen sehr gerne und denke dabei nach, oder höre Podcasts oder Musik. Leider sind sie sich aber immer öfter nicht ausgegangen und die Zeit war mir immer zu schade.

Daher hab ich drüber nachgedacht: was ist genau das Problem? Ich priorisiere am Wochenende gerne anders und verbringe lieber Zeit mit meiner Familie. Meine Lösung sieht so aus: ich nutze nun doch den Weg in oder von der Arbeit für meine langen Läufe. Den Weg habe ich sowieso, ich verliere wenig Zeit (ein bisschen länger brauche ich schon, aber dafür habe ich ja dann den langen Lauf auch erledigt!) und habe am Wochenende mehr Zeit mit meinen Lieben. Das macht mich so froh!!

Wie steht’s mit dir? Woran scheitert es bei dir manchmal und wie wirst du es lösen?

Falls du am liebsten kurz und knackig trainierst, am besten direkt in deinem Wohnzimmer, gerne an dein Training erinnert wirst und dich in einer Gruppe gleichgesinnter Frauen wohl fühlst: kennst du schon mein Jeden Tag Fit Programm? Du kannst es auch gerne eine ganze Woche kostenlos ausprobieren um zu sehen, ob es etwas für dich ist.

Jeden Tag Fit Programm
Ich bin Ulli und als Fitness- und Ernährungstrainerin motiviere ich dich hier zu gesundem Essen und Sport! Wie das auch mit Kindern vereinbar ist? Lies rein, ich zeig es dir!