Experiment: Paleo Ernährung – Eating Paleo Style for a month!

Hallo ihr Lieben!!!

Freu mich das mein Sonnentor Gewinnspiel so gut ankommt!!!

Im Monat Mai gibts aber nicht nur ein Gewinnspiel, sondern auch ein neues Experiment hier am Blog…sogar ein sehr forderndes! 😉 Überall lese ich von der Ernährungsform „Paleo“, auch Steinzeiternährung oder Primal genannt, und ich denk mir die ganze Zeit: klingt interessant, das macht alles so viel Sinn, das solltest du ausprobieren! Und dann mach ichs doch nicht… daher hab ich den Mai zum Paleo-Monat erklärt, und Max macht auch mit!!

Von dieser Ernährungsform existieren (wie von jeder anderen auch) viele Unterformen, manche essen keine Nachtschattengewächse wie die Tomate, andere teilen ihr Essen in Zonen ein („The Zone Diet“) 😉 Wieder andere zeichnen lustige Charts…

Hello everybody!!

I’m glad that you like my Sonnentor Give-away!!

But May is not only the month of the Give-away, it’s also the month of a new experiment here on the blog!! I’ve been reading about the „Paleo diet“ a lot, and always thought: hey, that sounds great, that makes sense, I should give it a try – but I never did! So I declared the month of May the month of Paleo and try it!!! And Max will do it with me.

There are a lot of types of the Paleo diet, some don’t eat tomatoes, some make zones (The Zone diet) and others draw charts…

(Quelle)

Was ist jetzt genau diese Paleo-Ernährung? Bettina hat auch schon sehr ausführlich darüber geschrieben und ich finde Ihren Artikel sehr gut, daher hier der Link dazu. Müsste ich die Paleo-Ernährung in einen Punkt zusammenfassen würde ich sagen: man isst kein Getreide…das fasst es schon mal sehr gut zusammen, also falls ihr nicht weiterlesen wollt, das ist das wichtigste! 😉

So, what exactly is the paleo style? Bettina has written a very good post about it, so go, check it out!! To sum the paleo style up in one point: don’t eat grains! So, if you want to stop reading now, that’s the most important thing to know! 😉

Ich hab hier noch einige Grundsätze und Ideen zusammen gefasst:

I summed up some basic ideas for you:

  • Diese Ernährungsform basiert auf den Ernährungsgewohnheiten unserer Urahnen, da sich das Nahrungsangebot schneller weiter entwickelt hat als unser Körper mitkommen würde…daher verträgt der Mensch immer noch das am besten, was zu früheren Zeiten gegessen wurde, und das „neue“ Essen macht uns krank. Es ist wissenschaftlich erwiesen, das eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten mit der Ernährung zusammen hängen. Hier eine Entwicklung unserer Ernährung und auch die Grundsätze von Paleo schön dargestellt…ist ein bisschen lang, aber gut 😉This eating concept is based on the eating habits of our ancestors – as the food supply has developed faster than our bodies there are a lot of things that we cannot digest very good. What humans digest best are still the same things as they’ve been million years ago, and its scientifically proven that a lot of „lifestyle diseases“ are related to diet.  The picture below shows you the development of our diet and the principles of the Paleo style. It’s a bit long, but its good! 😉

Wem das zu viel Bild ist schaut sich einfach dieses Video an:

Who’s more a fan of videos than of pictures just watch this one (its in German language, you can find the english version here):

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Igd3j6GCPfo]


  • Iss es: Obst, Gemüse, Pflanzen, Nüssen, Samen, Fisch, Meeresfrüchte, Schalentieren, Eier, Fleisch
    Ganz grundlegend kann man außerdem sagen:
    – keine verarbeiteten Lebensmittel – wenn es länger als 2 Monate haltbar ist solltest du es nicht essen
    – wenn du es anschaust und nicht mehr erkennst was es ist (z.B. ein Chicken Nugget, woher weißt du das das einmal ein Huhn war?!)
    – keine Angst vor Fett! Aber das gute, aus Avocado, Kokos, Fleisch etc. (im Gegensatz dazu, das „Böse“, aus Schokolade, Kuchen und anderen verarbeiteten Lebensmitteln)Eat it: Fruits, vegetables, plants, nuts, seeds, fish, seafood, shellfish, eggs, meat
    Basically you can also say:
    – No processed foods – if it has a shelf life of more than 2 months, you should not eat it
    – If you look at it and don’t realize what it is (eg a chicken nugget, how do you know that was once a chicken?)
    – Don’t be afraid of fat! But the good fats, from avocado, coconut, meats, etc. (as opposed to the „evil“, chocolate, cakes and other processed foods)
  • Lass es: Milch und Milchprodukte, Getreide und Getreideprodukte und industriell verarbeitete Nahrungsmittel wie Zucker, alkoholische Getränke oder Fertiggerichte sowie Nahrungsmittel wie z. B. Oliven, welche ohne Verarbeitung ungenießbar wären. Hauptsächlich wird damit die Aufnahme von Kohlenhydraten reduziert und von Eiweiß erhöht.Leave it: milk and milk products, cereals and cereal products and industrially processed foods such as sugar, alcoholic beverages, prepared dishes and foods such as olives, which were inedible without processing. Mainly the carbohydrate intake is reduced and protein intake is higher.
  • Omega-3 und Omega-6:Die Ernährung unserer Vorfahren wies ein 1:1 Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 auf. Bei der modernen Ernährung, die die meisten Menschen in den westlichen Ländern bevorzugen, liegt jedoch ein zwanzigfaches Ungleichgewicht vor! Ein gutes Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 ist jedoch von enormer Wichtigkeit für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Der exzessive Konsum von Zucker, zu viel raffiniertem Salz, einfachen Kohlenhydraten und gefährlichen Fetten ist nicht nur schlecht für Ihr Gewicht sondern birgt auch Gefahren für Ihre Gesundheit. (Omega-3 ist nämlich zum Beispiel in Getreide enthalten, das wir heutzutage viel zu viel essen, vor allem auch dadurch, das auch unsere Nutztiere mit Getreide gefüttert werden, wodurch wir sogar durch den Verzehr von Fleisch wieder Omega-3 zu uns nehmen. Da heißt die Lösung (teures) Bio-Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren. – Bei Fisch gilt das selbe!)Omega-3 and omega-6: The diet of our ancestors had a 1:1 ratio of omega-3 and omega-6. In the modern diet there is a twenty-fold imbalance! A good ratio of omega-3 and Omega-6 is of enormous importance for our physical and mental health. The excessive consumption of sugar, too much salt, simple carbohydrates and fats is dangerous, and not only bad for your weight but also poses risks to your health. (Grains contain a large amount of Omega-3, and we eat too much of them, especially as our animals are fed with grain, so even by eating meat we again get omega-3. The solution is organic meat from grass-fed animals. (With fish its the same!)!

(Quelle)

  • Zusätzlich zu den Ernährungsregeln gibt es auch andere Punkte, wie etwa viel Bewegung und viel Schlaf!Additionally to the diet there are other points of Paleo, like getting enough movement and sleep!

Klingt nach viel oder? Wie gesagt versuchen Max und ich das mal für einen Monat, und ich werd euch dann berichten wie es uns dabei ergangen ist! In der Zwischenzeit gibt es natürlich Paleo-gerechte Rezepte (aber nicht nur, so viel kann ich euch schon verraten ;-)) Was ich nach 5 Tagen schon sagen kann: es ist nicht einfach!!! Geht mal in einen Supermarkt und schaut was davon schon die Steinzeitmenschen gegessen haben – ich kann euch sagen: viel ist das nicht!! Und dann geht und sucht biologisches Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren – ich kann euch sagen: das ist teuer!! Aber gut, ich greife vor, ich halte euch auf dem Laufenden!

Sounds like a lot right? Max and I will try it anyway for a month and I’ll tell you how we did!! In the meantime you’ll get some Paleo-Recipes (but not only, I promise! ;-)) What I can already tell you after 5 days: its not easy!!! Just go to the supermarket and look what of all the products your ancestors would have eaten – I can tell you: not much! And then go and look for grass-fed meat – I can tell you: its expensive!! So, I’ll keep you posted!

Schönes Wochenende!! Have a great weekend!!

  1. Ui toll, noch eine Paleo-Interessierte 🙂 Toller Artikel!! Ich finde das ja auch so spannend, mittlerweile habe ich mich bei ca. 80 % (ein paar Milchprodukte wie rohe Butter, rohes Schafsjoghurt und ein Schluck Milch im Kaffee sowie ab und zu Sahne sind noch mit dabei, und ab und zu mal ein Stück Kuchen in der Arbeit oder Semmelknödel bei den Schwiegereltern muss auch drin sein sonst wird´s kompliziert *g*) eingependelt, das klappt schon gut!

    Ich hab auch schon einige Bücher gelesen, vielleicht magst du die Liste: Mark Sisson´s Primal Blueprint, Nora T. Gedgaudas Primal Body Primal Mind, Eat lika a Dinosaur von Paleo Parents (alle 3 suuper!) und The vegetarian Myth von der Ex-Veganerin Lierre Keith (ebenfalls superinteressant, da gehts z.B. darum was die Umwelt mehr belastet, Soja-und Weizenfelder oder rein grasgefütterte Tiere auf der Weide), nur das letzte Kapitel kann man finde ich auslassen 😉 )

    Das mit dem Fleisch stimmt leider, teuer ist es, aber ich habe schon ein paar Quellen 🙂 Ich esse eh so gern Wildfleisch wie Hirsch, Reh, Wildschwein, das ist meistens nicht soo teuer und hat eine super Omega Bilanz und Reh gibt´s z.B. jetzt auch schon, und dann hab ich mir für September vom ganzjährig freilaufenden schottischen Hochlandrind aus der Steiermark um 150 Euro ca. satte 15 kg Mischpaket Fleisch bestellt, werden das vakuumiert is zu 1 Jahr einfrieren, der Preis schreckt mich jetzt nicht, da gibts in Österreich mehrere Anbieter!!

    Und jetzt bin ich grad dran mir hier freilaufendes Bison, Wollschwein, wildes Mufflon und Reh, und Sulmtaler Huhn zu bestellen, klingt echt gut finde ich! 🙂

    http://www.schätzeausösterreich.at

    Bin schon gespannt auf deine Rezepte und wie das Experiment läuft!! 🙂

  2. Genau genommen müsste man dann aber sein Fleisch und seine Eier auch roh essen, soweit ich weiß waren die Steinzeitmenschen keine großen Köche.
    Gibt es eigentlich Studien zu dieser Art Ernährung? Tierprodukte als Basis der Ernährungspyramide zu empfehlen finde ich schon fast gefährlich wenn man bedenkt welche langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen beispielsweise die Atkins-Diät erwiesenermaßen hat. Zudem bilde ich mir ein, gelesen zu haben, dass die Steinzeitmenschen sich vorwiegend von gesammelter Nahrung ernährt haben sollen, also Nüsse, Früchte, Samen etc. und nicht Fleisch weil es gar nicht so leicht war, mit steinzeitlichen Jagdmethoden ein Tier zu erlegen.
    lg,
    elisabeth

    1. Was meinst du denn mit der Atkins Diät? Das ist meines Wissens nach eine der besten Ernährungsformen überhaupt und das konnte nie wiederlegt werden, mit keiner Studie… also soweit ich eben weiß, hab ich auch in der Ausbildung gelernt.
      Das mit dem Sammeln stimmt schon, mir ist das auch irgendwie zu viel Fleisch, bisher hab ichs nicht so gut geschafft so viel Fleisch zu essen, da eher Eier. 😉
      Ich hab einige Studien gefunden, ein paar findest du zB hier: http://www.kriskris.com/paleo-diet-research/
      Wie bei allen Ernährungsformen gibt es Anhänger und Gegner, was ich so in der Ausbildung gelernt hab ist ja auch keine 100%ig richtig, jeder muss für sich selbst herausfinden was funktioniert und was nicht!
      Und natürlich bin ich dir nicht bös wenn du deine Meinung hier kundtust, solang du keine Schimpfwörter benutzt oder so 😉 Das Web ist ein freies Land 😉 Kohlenhydrate bekommt man ja nicht nur aus Getreide, im Körper wird alles, wirklich alles, in den Einfachzucker Glucose umgewandelt, ein Kohlenhydrat. Also auch Protein und Fett werden umgewandelt und dann als Glucose verbraucht oder gespeichert, der einzige Unterschied ist immer wie schnell etwas umgewandelt wird und daher für den Körper verfügbar ist (daher auch langsam und schnell verdauliche Kohlenhydrate etc.) Und gerade die Energieversorung des Gehirns ist immer gesichert, weil dafür der Körper sogar eigene Glucose herstellen kann…ich war auch überrascht in der Ausbildung als wir das gelernt haben 😉
      So, das war jetzt lang, du kannst aber gerne nochmal schreiben wenn was unklar is oder du mir noch was sagen willst, wie gesagt, ich bin nicht böse!!!!
      lg Ulli

    2. Hallo Elisabeth,

      bei der Paleo-Ernährung geht es nicht darum, zurück zur Steinzeit zu gehen (oder zurück auf die Bäume). Auch ist die Paleo-Ernährung keine Rohkost-Variante (denn der Steinzeit-Mensch hat das Feuer schon lange gekannt und genutzt).

      Vielmehr geht es darum, alle aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft (Paläontologie, Medizin, Biochemie, usw.) in eine Ordnung zu bringen, die den Menschen und seine Ernährung aus der Sicht seiner Entwicklung zu erklären. Alles, was den Menschen ausmacht ist das Ergebnis von Evolution: Wir haben uns schrittweise optimal an unsere Umwelt angepasst und so ist unser Organismus, unser Metabolismus und damit auch unsere optimale Ernährungsweise entstanden.

      Wenn wir also besser verstehen, auf welche Ernährung der Mensch sich im Laufe seiner Entwicklung optimal angepasst hat, dann können wir für unsere heutige Zivilisation besser verstehen, zu welchen Produkten wir im Regal zugreifen sollten – und zu welchen nicht.

      Dabei arbeiten Wissenschaftler verschiedener Richtungen interdisziplinär zusammen: Die Paläontologen fanden z.B. heraus, dass Skelette von Menschen aus der Steinzeit messbar stärker, größer und weniger degeneriert sind als Skelette von Menschen, die nach der Einführung von Ackerbau gelebt haben. Biochemiker fanden dann heraus, das Getreideprodukte aber auch Nüsse und Samen einen Stoff enthalten (Phytinsäure), der Mineralien (z.B. Kalzium) so bindet, dass zwar die Pflanze das Mineral nutzen kann, nicht aber der Mensch. Auf Deutsch: Wer Brot isst, der nimmt mit dieser Mahlzeit keine Mineralien auf. Dann kommen die Mediziner, die beobachtet haben, dass in den USA die größte pro-Kopf-Aufnahme von Kalzium herrscht (z.B. wegen der vielen Milch-Produkte), trotzdem aber dort die Rate an Osteoporose zu den größten der Welt gehört (einer Kalzium-Mangel-Krankheit). Jetzt fügt sich das Bild zusammen: Der Steinzeitmensch aß kein Getreide, also konnte er die Mineralien aus Fleisch und Gemüse optimal verwerten und hatte daher gesunde Knochen. Der Zivilisations-Mensch isst viele Getreideprodukte, wodurch seine Kalzium-Aufnahme gehemmt wird und daher plagen uns heute Osteoporose, eine Krankheit, die in der Steinzeit unbekannt war.

      Das heisst: Von der Steinzeit-Ernährung können wir sehr viel lernen, ohne das Leben der Steinzeit-Menschen nachspielen zu müssen, it dem Ziel ein solides, sauber erforschtes Ernährungs-Gebäude aufzubauen, an dem wir uns sicher orientieren können.

      Daher finde ich es besonders schön, dass in Deutschland zunehmend Ernährungsberater, Fitness-Trainer und auch Ärzte sich für die Paleo-Ernährung interessieren und deren Erkenntnisse zunehmend in ihre Arbeit integrieren. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen Ulli nach ihren 30 Tagen Paleo mit uns teilt!

      Ciao,
      Constantin

      P.S.: Fleisch essen, auch in großen Mengen, ist nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil. Der Polarforscher Vilhjalmur Stefansson beobachtete, dass die Inuit (Eskimos) in der Arktis sich zu über 90% von Fleisch ernährten und veröffentlichte seine These, dass kohlenhydratarme Ernährung gesund sei. Angesichts der Skepsis seiner Kollegen entschloss er sich zu einem Experiment, bei dem er unter klinischer Beobachtung für einige Wochen nur Fleisch ass. Seine Skeptiker erwarteten, dass sich sein Gesundheits-Zustand verschlechtern würde, doch das Experiment musste immer wieder verlängert werden, weil es keine Nachteiligen Beobachtungen gab (im Gegenteil Stefansson ging es besser als vorher!). Irgendwann wurde das Experiment (ich glaube nach einem Jahr) abgebrochen.

      Die Atkins-Diät läßt einfach Kohlenhydrate weg und betont Proteine und Fett und ist daher relativ nahe an der Paleo-Ernährung, daher funktioniert sie auch so gut. Ich persönlich finde aber die Paleo-Ernährung kompletter, weil sie nicht nur Regeln, sondern auch viele wissenschaftliche (und aktualisierte) Erklärungen bietet, die sehr schlüssig sind.

  3. ok sorry, noch ein Kommentar, aber das geht einfach gerade gegen alles was ich je über Ernährung gelernt habe, ich hoffe, du bist mir nicht böse :-O
    Also, die Anforderungen an den Menschen sind doch heute ganz andere und gerade das Gehirn ist doch in seiner Energieversorgung hochgradig von Kohlehydraten abhängig, um konzentriert arbeiten zu können.

    1. Hallo, ich hoffe du bist nicht böse wenn ich auch noch meinen Senf dazugebe 🙂 ich war ja auch anfangs seeehr skeptisch, aber hab ja durch meine Ausbildung echt über viiiele Ernährungen gelesen wie Veganismus, Ayurveda, Low Fat usw., und ich finde – für mich – Paleo klingt am gesündesten und logischten 🙂

      Das stimmt mit dem Gehirn nicht soo ganz, natürlich ist Gehirn zur Energieversorgung auf Glucose angewiesen, aber der Körper kann auch Protein und Fett recht gut zu Glukose umwandeln, da hat Ulli Recht, es müssen nicht unbedingt Kohlenhydrate sein!; danach zapft er Glukosereserven aus gespeichertem Glykogen aus Leber und Muskeln, und sind die verbraucht stellt er Ketonkörper aus Fettsäuren her, die dem Gehirn Energie geben (Ketose passiert wenn man weniger als 50 g Kohlenhydrate pro Tag isst). Dadurch baut man überschüssiges Körperfett hochgradig ab, und hat trotzdem super Energie aber ohne das typische Achterbahnfahren des Blutzuckerspiegels nach vielen Kohlenhydraten wie Nudeln, Reis oder Zucker. Auch Vollkorn ist im Prinzip nix anderes als Zucker, und ich war auch echt geschockt als ich gelernt habe dass Reis und Kartoffeln schneller den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen als Haushaltszucker!! So hab ich das jedenfalls verstanden, ich hoffe die Info stimmt so auch 😉

      Und Paleo ist ja auch nicht total high protein und low carb, ich finde eher „normal carb“, eben die Menge die der Körper gut handeln kann: will man Fett abbauen, sind es pro Tag ca. 50, dann bis zu höchstens 100 g Kohlenhydrate pro Tag, nachher bis zu 150 g um das Gewicht zu halten.
      Und zu dem Jagen: ich denke mir, im verschneiten Winter gab es doch kein frisches Gemüse/Obst, da wurden eben getrocknete Fleisch/Fischreste vom Herbst und Nüsse geknabbert bis es draußen wieder aufblühte und die Männer wieder Jagen gingen und frische Hamster, Fische, Mammuts oder Büffel heimbrachten und die dann mit dem frisch geernteten Gemüse und Kräutern von den Frauen überm Feuer gekocht wurden (jedenfalls laut den wunderschönen Ayla-Romanen *g*)

      1. Hi,

        Bettina hat Recht. Glucose (das ist die Form von Zucker in die nahezu alle Kohlenhydrate bei der Verdauung umgewandelt werden) ist zu wichtig für das Gehirn als dass sich der Körper allein auf die Nahrungsaufnahme verlassen könnte. Deshalb gibt es ein System, das den Bedarf an Glucose für Teile des Hirns und andere Systeme (z.B. rote Blutkörperchen) aus Proteinen automatisch herstellen kann. Der Bedarf des Menschen ist ca. 100-150g.

        Hier gilt aber bloss nicht „viel hilft viel“, im Gegenteil. Steigt der Blutzuckerspiegel zu stark an, gerät der Körper unter Stress und schüttet Insulin aus, um den überschüssigen Blutzucker abzubauen. Zuviel Blutzucker beschädigt nämlich die Blutgefäße, was langfristig die eigentliche Ursache für Gefäßkrankheiten ist.

        Daher ist es am besten, man überlässt dem Körper die Herstellung der richtigen Menge Blutzucker, das hat dann den angenehmen Vorteil, dass dann das Gegenhormon zum Insulin ausgeschüttet wird: Das Glucagon. Das baut Fett ab, senkt den Blutdruck, ermuntert die Zellen, Cholesterin aus dem Blut zu fischen und macht noch andere gute Sachen. Und das erreicht man, indem man täglich weniger als 100-150g Kohlenhydraten zu sich nimmt.

        Die meisten Muskeln (vor allem das Herz) und große Teile des Gehirns funktionieren sogar viel besser mit Ketonen (das sind abgebaute Fette), als mit Kohlenhydraten. Deswegen berichten Leute, die Fasten, eine Low-Carb-Diät, Atkins oder eben die Paleo-Diät machen, dass sie einen klareren Kopf haben. Man muss sich dabei allerdings ca. eine Woche Umgewöhnungs-Zeit geben, in dem der Körper neue Enzyme baut, um besser Fett abbauen zu können.

        Ciao,
        Constantin

  4. Danke euch beiden für eure ausführlichen Antworten!!!

    Ulli:
    Niemals würde ich hier rumfluchen 😉 Ich schätze dich und dein Blog sehr.
    Die Atkins-Diät ist eine Ernährungsform, die empfiehlt, sich vorwiegend von tierischen Produkten zu ernähren, dazu kommen noch Gemüse und Obst. Getreide, Kartoffeln etc. sind eigentlich nicht erlaubt. (Jetzt mal grob zusammengefasst, ich kenne mich da aber nicht im Detail aus)
    Ich hab ein bisschen über die Studien drübergelesen und fand sie jetzt nicht so aussagekräftig, oft waren die Teilnehmerzahlen sehr niedrig fand ich, kann aber sein, dass es daran liegt, dass sie nicht für Laien wie mich aufbereitet sind?

    Danke für’s Erklären wie das mit der Glucose läuft!

    Das frage ich mich noch:

    1) Selbst wenn die Steinzeitmenschen sich so ernährt haben (was ja anscheinend auch ein bisschen ein Ratespiel ist), woher weiß man, dass das tatsächlich die ideale Ernährung war und nicht das, was eben vorhanden und erreichbar war? Wie hoch war damals die Lebenserwartung?

    2) Dass Getreide so verteufelt wird verstehe ich auch nicht wo es doch zahlreiche Kulturen gibt, deren Ernährung jahrhundertelang auf Getreidebasis wunderbar funktioniert hat, z.B. in China, Indien, Japan, in vielen Fällen auch vegetarisch und die damit gut gelebt haben, frei von Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Osteoporose etc., was sich erst mit Einzug der westlichen Industrienahrung änderte? Dazu gibt es ja anscheinend auch viieele Langzeitstudien, nicht zuletzt die China Study.

    3) Warum wird ignoriert, dass der menschliche Körper eigentlich der eines Pflanzenfressers ist? (anderer Speichel, andere Zähne, viel weniger Magensäure als Fleischfresser, viieel zu langer Darm, was dazu führt, dass das Fleisch fault und Toxine abgibt)?

    Bettina:
    Magst du ein bisschen erklären, was dich an der Paleo-Ernährung mehr überzeugt hat als an anderen Ernährungskonzepten?

    Wo finde ich denn das über den Zucker? Also, dass der Blutzucker durch Reis so rasant ansteigt? Das wusste ich gar nicht!

    Und in deinem ersten Kommentar hast du erwähnt, dass Weidewirtschaft umweltfreundlicher ist als der Anbau von Soja oder Getreide, da würde ich auch gerne mehr wissen was, wie, warum genau?

    Ach, Ernährung ist so verwirrend, vor allem mit den hunderttausend Studien, die sich alle gegenseitig widerlegen.

    Und jetzt Roman Ende.

    1. Hi!! So, ich versuchs mal:
      1) Keine Ahnung!! 😉 Man sagt ja immer das sie so durchschnittlich nur 30-40 geworden sind, aber das das auch an den wilden Tieren und sonstigen Gefahren lag und sie ohne die viel älter geworden wären/sind, und das gesünder als wir heutzutage, eben wegen der Ernährung. Aber das ist nur was ich so gelesen hab…
      2) Da hast du Recht, das hab ich mich auch schon gefragt!!!
      3) Das hab ich noch nie gehört, auch in der Ausbildung nicht, wir essen eher beides, Fleisch und Pflanzen?!
      Viel weiß ich ja nicht… aber was ich weiß: es gibt zu allem viele Studien, dafür und dagegen, am besten ist wohl immer sich für sich selbst etwas rauszusuchen was einem passt?! Ich probier das mit dem Paleo jetzt mal aus, einfach weil es mich interessiert, gar nicht weil ich glaub das das DIE richtige Ernährungsform ist!! Werd auch sicher nicht übermäßig viel Fleisch essen, das kann ich einfach nicht…
      Fragen ein bisschen beantwortet?! Ich hoff!!! (Und an der Facebook Gruppe arbeite ich!!)
      lg Ulli

    2. Hi,

      zu 1): Die Paleo-Ernährung betrachtet nicht nur die Ernährung von Urmenschen (die man mit Hilfe von Überresten und modernen Methoden sehr gut analysieren kann), sondern auch die Ernährung von heute lebenden Jäger- und Sammler-Kulturen (z.B. Ureinwohner Afrikas, Australiens oder der Arktis). Daraus kann man schon sehr viel lernen. Die Antwort auf die Frage nach der idealen Ernährung ist in der Frage selbst drin: Der Mensch hat sich optimal auf das angepasst, was er vorgefunden hat. Das ist der Mechanismus der Evolution. Grob betrachtet hat der Mensch sich über mehrere Millionen von Jahren an eine Jäger- und Sammler-Ernährung optimiert, und erst seit 10.000 Jahren gibt es Getreide, Hülsenfrüchte und Milch auf der Speisekarte. Seit 100 Jahren erst Zucker und seit 50 Jahren erst Fertiggerichte.

      Zu 2): Es gibt mittlerweile gesicherte Erkenntnisse, dass Stoffe, die im Getreide vorkommen, dem Menschen langfristig schädigen. Kurz zusamengefasst: Gluten, WGA und andere Lektine im Getreide (vor allem Weizen) machen die Darmwand durchlässig für Fremdstoffe (Bakterien, Viren, Gifte), durchdringen diese und reizen das Immunsystem, so daß im ganzen Körper Entzündungs-Prozesse stattfinden. Darüber hinaus heften sie sich an körpereigenes Eiweiß an, wodurch das Immunsystem motiviert wird, eigenes Körpergewebe anzugreifen (das heisst dann „Auto-Immunkrankheit“, wie z.B.: Multiple Sklerose, Typ-1-Diabetes, Arthritis, Schilddrüsen-Unterfunktion („Haschimoto“) und vieles mehr). Gluten und WGA durchdringen auch die Blut-Hirn-Schranke und lösen Entzündungsprozesse im Hirn aus, die z.B. zu Alzheimer, Autismus oder Depression führen können. Das klingt Paranoid, fast so als ob sich die Getreidepflanzen gegen uns verschworen hätten und genauso ist es auch: Das sind alles Schutzmassnahmen der Getreidepflanzen gehen Fressfeinde. Das sind wir.

      Darüber hinaus behindert Phytinsäure im Getreide die Aufnahme von Mineralien, der hohe Anteil an Kohlenhydraten belastet den Insulin-Spiegel (und Insulin hat heftige langfristige Nebenwirkungen wie hohen Blutdruck, hohen Cholesterinspiegel und mehr) und ein hoher Getreideanteil verdrängt andere Lebensmittel von der Speisekarte, die wesentlich wertvoller sind. Pflanzliche Fette sind aus verschiedenen Gründen für den Körper auch nicht sehr gesund (Ausnahme Kokos-Öl und bestimmte andere Öle wie Olivenöl oder Avocado-Öl).

      Gute Zusammenfassungen der Gefahren aufgrund von Getreide (und anderer Toxine im modernen Essen) gibt es z.B. hier:
      http://chriskresser.com/9-steps-to-perfect-health-1-dont-eat-toxins
      http://whole9life.com/2010/03/the-grain-manifesto/

      Sicher gibt es Kulturen, die jahrelang gut auf Basis von Getreide funktioniert haben, aber sie haben einen heftigen Preis bezahlt: Heute weiss man, dass die Einführung von Ackerbau beim Menschen zeitgleich mit einer starken Verschlechterung der Skelett-Struktur, einer hohen Kindersterblichkeit und der Einführung von den meisten der heute bekannten Zivilisations-Krankheiten stattgefunden hat und inzwischen sind die Mechanismen, über die sie entstehen bekannt. Paläontologen können auf einen Blick anhand von Skelett-Größe und Skelett-Schäden in Ausgrabungsstätten erkennen, ob es sich um eine Jäger- und Sammler oder um eine Agrarkultur gehandelt hat.

      Reis ist eine der wenigen Ausnahmen: Weisser, geschälter Reis ist im Prinzip reine Stärke aber wenigsten enthält es kaum noch Giftstoffe, weswegen Asiaten es besser haben als Europäer, denn Weizen und Verwandte des Weizens sind die aggressivsten Getreide-Sorten.

      3) Der menschliche Körper ist nicht der eines Pflanzenfressers. Der Mensch ist als Allesfresser mit Hang zu Fleisch konstruiert. Das erkennt man daran, dass der Magen-Darm-Trakt eben nicht lang genug ist. Zitat aus dem Wikipedia-Artikel zu „Darm“: „Das Verhältnis von Darmlänge zu Körperlänge beträgt beim Menschen (ein Allesfresser) etwa 6:1 und liegt damit zwischen dem eines reinen Fleischfressers wie der Katze (3:1) und dem eines Pflanzenfressers wie dem Schaf (24:1). Dieses Verhältnis (neben den Zähnen, dem Magen und dem Blinddarm) deutet darauf hin, dass der Mensch zu leichter verdaulicher, tierischer Nahrung tendiert.“ Das Fleisch fault nicht im menschlichen Darm sondern wird relativ schnell verdaut (das ist ja der Trick: Fleisch ist schon „fertig“ und muss nur minimal verdaut werden). Was im Darm gärt sind Ballaststoffe und ein komplexes System von Darmbakterien, die bei der Verdauung helfen und einen wichtigen Teil des Immunsystems bilden. Sicher entstehen Toxine und die meisten davon werden in der Nahrung aufgenommen (siehe oben). Doch in der Regel schaffen es die Toxine nicht, in den Blutkreislauf zu gelangen, weil die Darmwand sie zurückhält. Es sei denn, die Darmwand wurde durch Gluten und andere spezielle Angriffs-Toxine durchlässig gemacht…

      Ja, leider ist Ernährung sehr verwirrend, weil es viele sich widersprechende Interessen gibt: Agrarverbände, Politik, Vegetarier, Industrie, Lobby-Organisationen, alte Wissenschaftler, neue Wissenschaftler und so weiter. Da helfen nur zwei Dinge: Studieren (dank Internet heute einfacher als noch vor 10, 20 Jahren) und ausprobieren: Einfach mal 30 Tage Paleo durchhalten und schauen, was passiert. Für die meisten ist das eine echte Überraschung.

      Vergesst nicht, Vorher/Nachher-Fotos von Euch zu machen, das hab‘ ich leider bei mir vergessen und heute ärgere ich mich immer noch darüber…

      Ciao,
      Constantin

      1. Hallo Constantin,

        Danke für deine Erläuterungen!
        Ich muss dir trotzdem in einigen Punkten widersprechen:

        Zu Phytinsäure im Getreide:
        Ich habe gerade etwas recherchiert und gelesen, dass Getreide nicht nur Phytinsäure enthält sondern auch Phytase, welche die Phytinsäure abbaut. Das passiert wenn man das (rohe) Getreide einweicht oder aber auch einfach gründlich kaut + beim Verdauen im Magen, durch Keimen und/oder durch die Bakterien einer gesunden Dünndarmflora. Beim traditionellen Brotbacken mit Sauerteig ist im Endprodukt auch keine Phytinsäure-Gefahr mehr.
        Dem Gluten stehe ich ohnehin schon recht skeptisch gegenüber, aber da gibt es ja viele Sorten, in denen das nicht enthalten ist.

        „Untersuchungen haben gezeigt, dass es durch den Verzehr von Vollkornprodukten nicht zu einer Mangelversorgung mit bestimmten Mineralstoffeinfolge der Bindung an Phytinsäure kommt!
        Zwar werden Mineralstoffe bei der Aufnahme entzogen, der hohe Mineralstoffgehalt in Vollkorngetreideprodukten kompensiert diese Verluste jedoch überproportional.
        Durch eine optimale Steuerung des Backprozesses ist es möglich, die Phytinsäure weitgehend abzubauen!
Insbesondere Vollkornbrote auf Sauerteigbasis sind phytinarm.
        Zunehmend werden auch evtl. gesundheitsfördernde Wirkungen des Phytins diskutiert. Weitere Untersuchungen sind für eine abschließende Bewertung notwendig“.

        http://www.reformhaus-fachlexikon.de/lebensmittelinhalte/phytinsaeure.php

        Die von dir genanneten Autoimmunerkrankungen werden sehr deutlich mit dem Konsum tierischer Produkte in Zusammenhang gebracht, siehe z.B. The China Study.

        Zu der verschlechterten Skelettstruktur durch Ackerbau: Weiß man denn, inwieweit sich dadurch die Ernährungsgewohnheiten und der Lebensstil sonst noch verändert haben? Geringere Knochendichte hängt ja auch mit weniger Bewegung zusammen. Ackerbau wurde dadurch möglich, dass die Menschen sesshaft wurden, ich nehme an, dass das Getreide in der Ernährung nicht die einzige Veränderung war, die damit einherging.

        Zudem waren es ja vor allem die letzten 50 Jahre, in denen unsere Zivilisationskrankheiten ganz besonders rapide zugenommen haben. In dieser Zeit hat sich nicht der Vollkorngetreide- sondern der Fleischkonsum vervielfacht.

        Zu Osteoporose: Die Osteoporose-Rate sinkt aber in Studien sofort, wenn aufhört wird, Milch und Fleisch zu konsumieren, nicht Getreide, was eigentlich eher darauf schließen lässt, dass diese beiden Osteoporose begünstigen. Mir wurde das bisher so erklärt: der Körper hat einen bestimmten PH-Wert im Blut, den er aufrecht erhalten muss. Tierische Produkte sind extrem säurebildend, der Körper benötigt Mineralstoffe (Basen), um die Säuren neutralisieren und ausscheiden zu können, die holt er sich aus den Knochen => Osteoporose
        Bezüglich Eskimos: Bei Eskimos beider Geschlechter wurde nach dem vierzigsten Lebensjahr ein um 10-15 % höherer Verlust der Knochenmasse nachgewiesen als bei weißen US-Amerikanern gleichen Lebensalters.

        In einer Studie konnte gezeigt werden, dass eine zusätzliche Zufuhr von 34 Gramm tierischen Proteins (durch Fleisch oder Fisch) den Calciumverlust über den Urin um 23 % steigert. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass bei hoher Proteinzufuhr keine Anpassung des Stoffwechsels bezüglich der Calciumausscheidung erfolgt. Solange hohe Mengen tierischer Proteine verzehrt werden, wird auch vermehrt Calcium ausgeschieden, das dem Körper dann fehlt und die Anfälligkeit für zahlreiche Krankheiten erheblich erhöht.
        http://www.das-weisse-pferd.com/03_07/fisch_nicht_gesund.html

        Noch zur Atkins-Diät: Sie funktioniert auf lange Sicht keineswegs besser als andere Diäten, und kann im Gegenteil die Gesundheit auf lange Sicht erheblich schädigen.

        http://www.dr-moosburger.at/pub/pub079.pdf
        Dr. Atkins selbst war zum Zeitpunkt seines Todes angeblich stark übergewichtig und litt an Bluthochdruck sowie einer schweren Herzerkrankung.

        Wie steht es mit der Nachhaltigkeit der Paleo-Ernährung? Können so 7 oder bald auch 8 Milliarden Menschen so ernährt werden? Die Massentierhaltung stellt ein extremes Ressourcen-Problem dar, mit über 50% des gesamten Treibhausgasausstoßes, sie verschlingt mehr Wasser als selbst die Industrie, für Tierfutter und Weideflächen wird der Regenwald abgeholzt etc.

        Puuh, ich hoffe ich hab nichts vergessen. Also mein Fazit ist das Folgende:

        Im Grunde finde ich die Paleo-Ernährung nicht verkehrt:

        unverarbeitete Lebensmittel
        viel frisches Gemüse und Obst

        Ich denke auch, dass wir Getreide in Maßen essen sollten.

        Dem hohen Fleisch-Anteil kann ich aus vielen Gründen, von denen oben nur einige genannt sind, nicht zustimmen. Ein bisschen Fleisch wird bei einer anderweitig so naturbelassenen Ernährungsform wohl nicht so schlimm sein, aber als Grundlage der Ernährungspyramide finde ich es nach meinem derzeitigen Wissensstand fehl am Platz.

        LG,
        Elisabeth

  5. Gibt es dazu keine Antwort mehr?
    Also auf Elisabeths letzten Post 🙂
    Weil mich das Thema auch interessiert und einerseits ist Paleo super logisch, dann wiederum klingt es wieder sinnvoll, weniger Fleisch zu essen…

    1. Ich warte auch noch auf eine Antwort von constantin ehrlich gesagt, ich bin ja kein Paleo Experte, hab es nur einmal ausprobiert, und habe mich zwar gut gefühlt, habs aber seitdem nicht durchgezogen (immer wieder mal mehr mal weniger) und esse auch wenige Fleisch.
      Ich denke es ist wie bei allen Dingen, man findet Stimmen dafür und dagegen, jeweils mit stichhaltigen Argumenten, eine 100%ige Lösung gibt es wohl nicht, jeder muss für sich selbst entscheiden wie er leben will!

      1. Auf jeden Fall, jeden sein Leben so leben lassen wie man will!
        Nur, der letzte Beitrag von Elisabeth hat schon sehr gute Argumente, GEGEN eine Paleo Ernaehrung.
        Wobei, das Totschlagargument, Atkins war angeblich uebergewichtig, ueberlese ich mittlerweile mehr oder weniger.
        Was es mit diesen Studien auf sich hat – schwierig. Hab mal gegoogelt und tatsaechlich ist der Fleischkonsum in den letzten 50 Jahren enorm gestiegen. Ebenso aber auch der Verbrauch von Getreide und vor allem Kartoffeln. Eigentlich ist alles irgendwie gestiegen.

        Was viele natuerlich vergessen, dass die meisten Paleo-User nicht nur mehr Fleisch essen, sondern auch viel mehr vegetarisch als vorher. Das wird meist naemlich ausgeblendet. Daher, schwieriges Gelaende die Ernaehrung 🙂

  6. Tolle Zusammenfassung für Paleo. Das Video finde ich auch klasse, danke für den Hinweis, so etwas habe ich gesucht! 🙂

    Du bist ja schon seit 2012 überzeugt! Wie schauts heute aus?

    LG

    PS: Kannst auch gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen!

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Ich bin Ulli und als Fitness- und Ernährungstrainerin motiviere ich dich hier zu gesundem Essen und Sport! Wie das auch mit Kindern vereinbar ist? Lies rein, ich zeig es dir!
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