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SUP – der Stand Up Paddling Guide

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Boards aller Art haben mich immer schon fasziniert – Skateboard, Snowboard, Surfboard… alles ausprobiert, alles gemocht! 2016 hab ich dann Stand Up Paddling das erste Mal in Spanien ausprobiert und mir kurz danach ein eigenes Board gewünscht. Seither paddle ich (natürlich vor allem im Sommer) fleissig herum und möchte dir heute mein besten Tipps und Tricks rund ums SUPen mit auf den Weg geben.

Stand Up Paddeln macht viel Spaß, ist Entschleunigung pur und kann durchaus auch sehr sportlich ausgeführt werden. Im Sommer ist es damit ein ideales Alternativtraining, wenn es zum Laufen oder Rad fahren an manchen Tagen einfach zu heiß ist.

SUP Guide - Stand Up Paddeln für Anfänger

Diese Muskeln werden beim Stand Up Paddling trainiert

Anfangs dachte ich SUPen ist eine nette Freizeitaktivität, aber kein richtiger Sport – man steht doch nur auf dem Brett und paddelt ein bisschen herum.

Falsch gedacht!

Stand Up Paddling ist ein ideales Ganzkörpertraining: Die Paddelbewegung trainiert den gesamten Oberkörper, insbesondere Arme, Schultern, Bauch und Rücken, während das Ausbalancieren auf dem Brett die Beine kräftigt und ebenfalls den Rumpf stabilisiert.

Stand Up Paddling Anfängertipps

Ich paddle ja nun schon seit einigen Jahren und war mit dem Board sowohl in stehenden als auch in bewegten Gewässern unterwegs. Dabei konnte ich viele Erfahrungen und Tipps sammeln, die ich heute an dich weitergeben möchte.

Das brauchst du zum Stand Up Paddling

Als erstes natürlich ein Board! Ich würde dir ein aufblasbares Brett empfehlen, denn das kannst du (relativ) klein zusammen legen und in einem großen Rucksack überallhin mitnehmen. Die Boards gibt es mittlerweile schon ab ca. 150 Euro, wobei die Range nach oben offen ist.

Ich persönlich würde als Anfänger zu einem Board im mittleren Preissegment greifen, zum Beispiel dieses hier von ECD Germany um (aktuell) 270 Euro oder dieses hier von Goosehill um (aktuell) 340 Euro. Beide kommen im Set daher, mit Tasche und Pumpe, du brauchst also nichts mehr dazu zu kaufen.

Eine elektrische Pumpe

Nach einigen Jahren SUPen und viel viel Muskelarbeit beim Aufpumpen wurde die mitgelieferte Pumpe kaputt. Beim Kauf einer neuen habe ich mich dazu entschlossen eine elektronische zu kaufen und habe es nicht bereut. Gerade unterwegs macht es die Sache viel einfacher (vor allem mit zwei ungeduldigen Kindern!). Ich habe mich für diese von Bluefin entschieden und bisher bin sich damit sehr zufrieden. Man kann sie im Auto anstecken und das Board ist innerhalb weniger Minuten aufgeblasen – welch Luxus!

Ein wasserdichter Packsack

Was ich auch noch empfehlen kann ist ein wasserdichter Packsack! Ich nehme darin mein Telefon, eine Wasserflasche und ein kleines Handtuch mit – man kann ja nie wissen. Bei längeren Touren auch einen kleinen Snack und Sonnencreme. Gerade am Wasser unterschätzt man die Kraft der Sonne gern und es kann nicht schaden gerüstet zu sein. Dreht auf einmal der Wind und du paddelst den ganzen Weg zurück im Gegenwind wirst du mir für den Tipp mit dem Snack sicher noch dankbar sein.

Ich habe diesen 10L Sack mit Delfin und würde ihn wieder kaufen (auch wenn weiß schmutztechnisch keine dankbare Farbe ist, der Sack wird so in der Sonne weniger heiß – und er gefällt mir)

SUP Guide - Stand Up Paddeln für Anfänger

Die Einstellung des Paddels

Nun kann es losgehen, bist du bereit? Bevor du dich aufs Brett schwingst stellst du das Paddel auf die richtige Größe ein. Als Richtwert gilt: wenn du aufrecht stehst, dann sollte das Paddel ca. 20 cm über Kopfhöhe eingestellt sein.

Ich hatte meines anfangs zu kurz eingestellt und ich kann dir aus Erfahrung sagen: die richtige Länge macht viel aus! Mit meinem längeren Paddel komme ich mit einem Paddelzug nun viel weiter als vorher, sprich es ist weniger anstrengend für mich.

Es geht los, das erste Mal am SUP!

Am besten probierst du das SUPen beim ersten Mal an einem ruhigen Gewässer und einem windstillen Tag aus. Am Anfang empfehle ich dir das Brett einmal im Kniestand kennen zu lernen. Also mittig hinauf knien, das Gleichgewicht testen und ein paar Paddelschläge machen. Probier das für ein paar Minuten aus, um etwas Sicherheit zu gewinnen.

Klappt das gut kannst du aufstehen. Schau dabei nicht auf deine Füße, sondern auf einen Punkt am Horizont. Lege dein SUP-Paddel quer über das Board, damit du kleinere Wellen damit direkt ausgleichen kannst. Stelle nun einen Fuß nach dem anderen auf. Je breitbeiniger du stehst, desto stabiler. Wenn du beide Füße aufgestellt hast und diese fest auf der Standfläche stehen, richtest du deinen Oberkörper langsam auf und nimmst dein gegriffenes Paddel dabei mit nach oben.

Der beste Platz zum Stehen am Brett (der sogenannte Sweet Spot) ist dort, wo der Tragegriff ist. Achte darauf, dass du immer den ganzen Fuß belastest. Blickrichtung ist die Fahrtrichtung, aber mehr dazu später.

Die Paddelschläge

Und nun paddeln! Die Arme sollten dabei möglichst gestreckt sein, das Paddel wird vor dem Körper ins Wasser getaucht (eingestochen) und dann zügig nach hinten geführt.

Eine Hand ist am Griff, die andere am Schaft. Wenn du das Paddelblatt ins Wasser tauchst, sollte es komplett unter Wasser sein. Ziehe das Paddel nun möglichst bordnah nach hinten – wenn es vom Brett weg ist, fährst du eine große Kurve. Ziehe das Paddel nicht zu weit durch das Wasser, sondern nimm es ungefähr auf Höhe der Fersen wieder aus dem Wasser (danach hat es keinen Effekt mehr)

Nach ein paar Paddelzügen musst du die Seite wechseln, da dein Board automatisch zu der Seite fährt, auf der du aktuell nicht paddelst. (Damit weißt du dann auch, wie du eine Kurve fährst.) Was du nun gemacht hast ist der klassische Vorwärts-Schlag. (Standard-Schlag).

Der Stopp-Schlag

Einen weiteren Paddelschlag, den du schnell erlernen solltest, ist der Stopp-Schlag. Dieser stoppt dein SUP-Board einfach und schnell und es lassen sich damit auch kleine Wendemanöver problemlos ausführen. Tauche hierfür das Paddel ins Wasser und ziehe es nach vorne. Das Board bremst ab.

Verlierst du einmal das Gleichgewicht und landest im Wasser ist das kein Grund aufzugeben. Selbst der erfahrenste Paddler fällt einmal hinein. Zieh dich einfach in der Mitte des Boards wieder hinauf, geh in den Kniestand und versuch es nochmal.

SUP Guide - Stand Up Paddeln für Anfänger

Blickrichtung ist immer die Fahrtrichtung

Lustige Geschichte: als ich das erste Mal auf ein SUP gestiegen bin stand ich seitlich, also die Füße hintereinander, wie auf einem Surfbrett. Ich war ja nur das gewohnt. Die Leute am Strand müssen sich wohl ihren Teil gedacht haben…

Richtig ist jedenfalls die Fahrtrichtung! Damit ist nicht nur der richtige Stand gemeint, sondern tatsächlich auch wohin du schaust. Viele Anfänger schauen beim Stand Up Paddling nach unten auf die Standfläche vom Board oder auf die Board-Spitze. Dieses sorgt dafür, dass keine saubere Paddeltechnik ausgeführt werden kann und das SUP-Board automatisch eine Kurve fährt. Der Blick beim SUP sollte immer nach vorne, in Fahrtrichtung, sein, damit du siehst was vor dir passiert und du Hindernissen schnell und einfach ausweichen kannst. Dieses sorgt zudem automatisch für eine bessere und richtige Körperhaltung auf dem Board, wodurch du direkt mehr Sicherheit auf dem Stand Up Paddle Board bekommst!

Sicherheit und Halt durch das Paddel

Das Paddel ist übrigens nicht nur der Motor beim SUPen, sondern auch eine hervorragende Stütze. Sobald das Paddelblatt ins Wasser eingetaucht ist, hat es eine leichte Stützwirkung durch den Wasserwiderstand. Dadurch kannst du beispielsweise gemütlich auf der Stelle stehen.

Profis verwenden außerdem bei einem drohenden Sturz die sogenannte Paddelstütze. Dabei wird mit dem Paddelblatt kräftig auf die Wasseroberfläche geschlagen und der Sturz somit abgefangen. Für Anfänger reicht aber oft schon die Gewissheit, dass das Paddelblatt im Wasser am besten aufgehoben ist.

Mitfahrer am SUP

Meine Kinder wollten natürlich von Anfang an mit aufs SUP. Ich verstehe das, wir machen es aber bei jedem neuen, unbekannten Gewässer so, dass ich einmal eine Runde ganz alleine drehe. Um mich an alles zugewöhnen und meine Sicherheit zu gewinnen. Dann können sie gerne mitfahren, und zwar direkt vor mir am Brett sitzend. So fällt es nicht schwerer das Gleichgewicht zu halten, man merkt fast gar nicht, dass jemand am Brett ist – solange es nicht wackelt, dann merkt man das Zusatzgewicht natürlich schon. Viele nehmen auch ihre Hunde mit, das ist aber mit meinem kein Thema, die geht gerade mal bis zum Bauch ins Wasser und es würde ihr nicht gefallen am Brett.

Anfängern würde ich raten, anfangs niemanden mitzunehmen. Auch, wenn es nicht schwierig ist – gewinne selbst einmal die nötige Sicherheit und überschätze dich nicht. Das bringt mich auch zu meinem letzten Punkt:

Überschätze dich nicht

Das SUPen an sich ist schnell gelernt, solange nichts Unvorhergesehenes passiert. Überschätze dich nicht! Bleib am Anfang in der Nähe des Ufers, informiere jemanden, wenn du weiter hinaus paddelst.

Stand Up Paddeln ist so ein toller Sport, ich genieße die bewegte Zeit in der Natur und am Wasser! Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und gib gerne Bescheid, wie es läuft.

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Ich bin Ulli und als Fitness- und Ernährungstrainerin motiviere ich dich hier zu gesundem Essen und Sport! Wie das auch mit Kindern vereinbar ist? Lies rein, ich zeig es dir!
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