Warum ich im neuen Jahr für einige Wochen auf Gluten verzichte
Happy New Year ihr Lieben!!! Heuer habe ich einmal einen etwas anderen Vorsatz und möchte diesmal bewusst etwas ausprobieren, an das ich schon länger denke:
Ich werde für mehrere Wochen auf Gluten verzichten – und meine Erfahrungen hier am Blog dokumentieren.
Der Grund dafür ist kein Trend und keine radikale Diät, sondern eine Beobachtung, die mich schon länger begleitet:
Ich habe immer wieder Gelenkschmerzen und leichte Entzündungen in mehreren Gelenken. Zusätzlich merke ich häufig ein aufgeblähtes Bauchgefühl oder ein diffuses Unwohlsein im Bauch, auch ohne klaren Auslöser.
Diese beiden Bereiche – Darm und Entzündungen – stehen möglicherweise enger miteinander in Verbindung, als man lange angenommen hat. Die Wissenschaft forscht weiter, doch in meinen Beratungen merke ich immer, wie individuell Ernährungsempfehlungen wirklich sind. Daher mache ich für mich ein Selbstexperiment und schau einmal, wie mein Körper reagiert.

Warum ein Gluten-Verzicht sinnvoll sein kann – zumindest zeitweise
Gluten steht seit Jahren im Fokus der Ernährungsdiskussion. Für manche ist es ein Reizwort, für andere eine medizinische Notwendigkeit. Dazwischen gibt es viele Menschen wie mich, die sich schlicht fragen:
Tut mir Gluten wirklich gut? Oder vielleicht nicht?
Ein zeitlich begrenzter Verzicht kann sinnvoll sein, um:
- dem Verdauungssystem eine Pause zu gönnen
- mögliche entzündliche Prozesse zu beobachten
- Zusammenhänge zwischen Ernährung, Darm und anderen Symptomen (z. B. Gelenken, Haut, Energielevel) besser zu erkennen
Wichtig dabei ist mir aber Folgendes:
Es geht nicht darum, Gluten grundsätzlich zu verteufeln, sondern bewusst zu testen, wie der eigene Körper darauf reagiert.
Was ist Gluten eigentlich?
Gluten ist ein Sammelbegriff für bestimmte Speicherproteine, die in einigen Getreidesorten vorkommen. Es sorgt dafür, dass Teig elastisch wird und Brot seine typische Struktur bekommt.
Enthalten ist Gluten vor allem in:
- Weizen
- Dinkel
- Roggen
- Gerste
- und allen daraus hergestellten Produkten
Auch, wenn es oft anders dargestellt wird: Gluten ist nichts negatives!! Chemisch betrachtet ist Gluten kein Gift. Für die meisten Menschen ist es problemlos verdaulich. Dennoch gibt es Gruppen, bei denen Gluten Beschwerden auslösen oder verstärken kann.

Was bewirkt Gluten im Körper?
Je nach Mensch kann Gluten sehr unterschiedlich wirken:
- Bei Zöliakie löst es eine autoimmune Reaktion aus (strikter, lebenslanger Verzicht notwendig).
- Bei Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität können Symptome auftreten, ohne dass eine Autoimmunerkrankung vorliegt.
- Bei anderen Menschen scheint Gluten keine negativen Effekte zu haben.
Diskutiert werden unter anderem:
- Reizungen der Darmschleimhaut
- eine veränderte Darmdurchlässigkeit („Leaky Gut“ – wissenschaftlich noch kontrovers diskutiert)
- Aktivierung von Entzündungsprozessen im Körper
Gerade bei diffusen Beschwerden, die sich nicht klar zuordnen lassen – wie Gelenkschmerzen, Müdigkeit oder Verdauungsprobleme – kann ein zeitlich begrenzter Verzicht Hinweise liefern.
Warum Darm und Gelenke zusammenhängen könnten
Der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern ein zentrales Immunorgan. Ein großer Teil unseres Immunsystems sitzt dort, das ist mittlerweile weithin bekannt.
Wenn der Darm:
- dauerhaft gereizt ist
- mit bestimmten Nahrungsbestandteilen nicht optimal zurechtkommt
- oder aus dem Gleichgewicht gerät
kann das theoretisch systemische Entzündungen begünstigen – also Entzündungen, die sich nicht nur lokal, sondern im ganzen Körper zeigen, etwa in den Gelenken. Diese Entzündungen müssen sich auch nicht immer stark zeigen, es gibt auch Mikroentzündungen. Die sind vergleichbar mit einem Schwelbrand – sie richten nicht unmittelbar großen Schaden an, sondern schädigen eher langfristig und tragen kurzfristig zu diffusen Symptomen bei.
Ob Gluten dabei bei mir eine Rolle spielt, weiß ich noch nicht. Genau das möchte ich nun herausfinden.
In welchen Lebensmitteln Gluten enthalten ist
Gluten steckt nicht nur in offensichtlichen Produkten wie Brot oder Nudeln, sondern auch (teilweise versteckt) in:
- Backwaren generell (Brot, Gebäck, Kuchen)
- Nudeln, Pizza, Knödel
- Panaden und Brösel
- Fertigsaucen und Suppen
- Wurstwaren
- Bier
- manchen Gewürzmischungen
Glutenfrei sind hingegen z. B.:
- Reis, Kartoffeln, Mais
- Hirse, Quinoa, Buchweizen
- Hülsenfrüchte
- Gemüse, Obst
- Fleisch, Fisch, Eier (naturbelassen)

Wie lange sollte man auf Gluten verzichten, um etwas zu merken?
Für ein sinnvolles Selbstexperiment reicht es meist nicht, nur ein paar Tage auf Gluten zu verzichten. Das ist genau der Grund, wieso ich es bisher noch nicht durchgezogen habe. Nachdem meine Symptome nicht extrem sind, hat mir der Antrieb gefehlt. Leider sind aber, wie schon erwähnt, auch diffuse Symptome, die von Mikroentzündungen kommen können, langfristig schädlich für den Körper. Das hat nun doch den Ausschlag gegeben etwas zu verändern!
Allgemeine Empfehlungen für einen Testzeitraum sind:
- Mindestens 3–4 Wochen, besser 4–6 Wochen
- konsequent glutenfrei
- ohne gleichzeitig viele andere Ernährungsfaktoren zu verändern
Warum so lange?
- Der Darm braucht Zeit, um sich zu beruhigen
- Entzündungsprozesse bauen sich nur langsam ab
- Gerade Gelenksymptome reagieren oft verzögert
Erst danach lässt sich halbwegs realistisch beurteilen, ob sich etwas verändert hat – oder nicht. Mein Plan sind also mindestens 4 Wochen, eher ein bisschen länger, und ich werde euch hier und auf Social Media auf meinem Weg mitnehmen.
Mein Ziel mit diesem Selbstexperiment
Ich erwarte keine Wunder und keine schnelle Heilung, mir ist bewußt, dass der Körper sehr komplex ist und solche Dinge Zeit brauchen. Mein Ziel ist es:
- bewusster wahrzunehmen, wie mein Körper reagiert
- mögliche Zusammenhänge zwischen Darm und Gelenken besser zu verstehen
- Erfahrungen ehrlich zu teilen – auch dann, wenn sich nichts verändert
In den kommenden Wochen werde ich hier am Blog dokumentieren:
- wie sich mein Bauchgefühl verändert
- ob sich an meinen Gelenkschmerzen etwas tut
- was mir leichtfällt und was herausfordernd ist
Vielleicht hilft dieser Erfahrungsbericht auch anderen, die ähnliche Fragen haben.
Habt ihr noch Fragen? Immer her damit, ich versuche auf alles zu antworten!
Nachdem es immer schwieriger wird herauszufinden, welche Informationen einer seriösen Quellen entstammen und welche nicht, führe ich hier einige meiner Quellen (zusätzlich zu meiner Expertise als Fitness- und Ernährungstrainerin seit fast 20 Jahren) an. So könnt ihr selbst weiter nachlesen, falls es euch interessiert:


